Bodensee-Apfel
Obst und Gemüse
Beschreibung

Die Obstregion Bodensee zeichnet sich durch eine weit überdurchschnittliche Sortenvielfalt an Äpfeln aus. Etwa 20 verschiedene Sorten werden am Bodensee kultiviert. Für Wuchs, Ertrag und Fruchtqualität bietet das warme Klima des Voralpenlandes besondere, ideale Bedingungen. So reifen Früchte heran, die über ein ausgeglichenes Verhältnis von Zucker und Säure verfügen. Der Bodensee-Apfel schmeckt daher nicht nur hervorragend, er ist auch gesund und löscht ausgezeichnet den Durst. Der natürlich vorhandene hohe gesundheitliche Wert des beliebten Obstes kommt durch kontrollierte umweltschonende Anbaumethoden zu voller Entfaltung. Je nach Sorte ist die Farbe des Apfels grün bis rot, das Fleisch ist knackig und saftig. Das Aroma der Äpfel ist vielfältig und für jeden Geschmack ist etwas dabei: Von säuerlich bis süßlich, von mild würzig bis herb.


Herkunftsgeschichte

Der Apfel gehört zu der Familie der Rosengewächse. Seine wilden Vorfahren stammen aus dem Kaukasus, Turkestan und Kleinasien. Mit der Wanderung der Indogermanen aus Mittel- und Vorderasien kamen großfrüchtige und süßlich schmeckende Urformen des europäischen Kulturapfels über Griechenland nach Mitteleuropa.

Nach einer griechischen Sage bringt der Held Herakles aus den Gärten der Hesperiden, früher bekannt als Garten Eden, die ersten Früchte von Asien nach Griechenland.

Historisch überliefert ist, dass die Griechen auf ihren Eroberungszügen verschiedene Obstarten, darunter den Apfel, von Persien nach Griechenland mitnahmen. Von dort aus gelangte die Frucht zu den Römern.

Die Apfelkultur blühte im Römischen Reich besonders auf. In dieser Zeit wurde laut Überlieferung der Apfel zum ersten Mal veredelt und kultiviert. Plinius der Ältere (24 bis 79 n.Chr.) berichtete über detaillierte Sortenbeschreibungen und von zahlreichen Sortennamen, abgeleitet von Orten, Landschaften und Entdeckern. Auch das “Mostmachen” war den Römern bereits vertraut. Mit ihren Feldzügen brachten die Römer die ersten Kulturformen auch auf deutschen Boden. Bei den Kelten und Germanen war der Apfel schnell beliebt und fand als Speise der Götter Einzug in die nordische Sagenwelt.

Durch die Herrschaft der Karolinger und die Klostergründungen von etwa 750 bis 1250 erfuhr der Obstbau eine Förderung in deutschen Landen. Die Klöster und Orden, wie z.B. das Kloster Reichenau, pflegten nicht nur die lateinische Sprache der ehemaligen römischen Besatzer. Sie übernahmen auch deren obstbaukundliches Erbe und entwickelten es zu einer neuen Blüte. Manche Äpfel tragen heute noch Namen aus dieser Zeit, wie Klosterapfel oder Paterapfel. Zahlreiche Verordnungen aus der Zeit von Karl dem Großen erkennen den Apfel als besonderes Kulturgewächs an. Man ging sogar so weit, Hochzeitspaare dazu zu verpflichten am Tag der Trauung einen Apfelbaum zu pflanzen.

Auf des Bodensees größter Insel, der Reichenau, hat der Obst- und Gemüseanbau eine uralte Geschichte. Sie begann mit der Gründung des Benediktinerklosters um 724. Rund hundert Jahre später schwärmte bereits Abt Ermenrich von Ellwangen, ein Schüler der Reichenau von den Schätzen der Insel: “Blühendes Eiland, wie bist du vor anderen gesegnet! Reich an Schätzen des Wissens und heiligem Sinn der Bewohner. Reich an des Obstbaumes Frucht und schwellender Traube des Weinberges. Immerdar blüht es auf dir und spiegelt im See sich die Lilie.”
(Quelle: www.reiserat.de)

Im 18. und 19. Jahrhundert entwickelte sich unter dem Einfluss der Baumschulen der bis heute in Baden-Württemberg landschaftsprägende Streuobstbau.
(Quelle: “Das Apfelbuch vom Bodensee”; Pomologen Verein e.V.)


Wissenswertes

Die circa 2000 Obstbauern rund um den Bodensee ernten jährlich rund 250.000 Tonnen Obst. Ein großer Teil davon sind die in ganz Deutschland beliebten Äpfel!

Nicht umsonst ist der Apfel eine der bevorzugten Obstsorten vom Bodensee. Mit einem Wassergehalt von 85 % ist er als rascher Durstlöscher ideal geeignet und enthält dabei nur etwa 50 kcal (210 KJ). Er hat einen hohen Anteil an Mineralstoffen, insbesondere Kalium, Magnesium, Calcium, Eisen und Phosphor. Und mit 12% Zuckeranteil (bezogen auf Trockensubstanz) ist der Apfel auch ein ausgezeichneter Energiespender. Direkt unter der Schale steckt eine Vielzahl an Vitaminen, besonders C, B1, B2 und E, die den Verzehr des Apfels zu einem besonders gesunden Genuss machen. Der hohe Fruchtsäuregehalt, zwischen 4 und 12 Promille, wirkt gegen Gicht oder Rheuma, da Fruchtsäuren die Senkung des Harnsäurespiegels im Blut fördern. Zudem wirken sie verdauungsfördernd und antibakteriell.
Jonagold, Elstar, Idared, Gala, aber auch alte Sorten wie Cox-Orange und Boskop, gehören zu den häufigsten und beliebtesten Sorten vom Bodensee. Sie sind Lagersorten, die im September/Oktober geerntet und bis zum Sommer des Folgejahres verfügbar sind.

Der Elstar schmeckt würzig und angenehm süßsauer. Er empfiehlt sich besonders als Tafelapfel aufgrund seines hervorragenden Geschmacks und seiner vorteilhaften Konsistenz. Gut geeignet ist er auch als Kuchenbelag und für Salate. Aufgrund seiner vielen positiven Eigenschaften ist er seit 1985 kontinuierlich zu einer europäischen Hauptsorte aufgestiegen.

Besonders kennzeichnend für den Jonagold ist das ungewöhnlich breite, langanhaltende Aroma und, dank seines ausgewogenen Zucker-Säure-Verhältnisses, sein süßlich-feinsäuerlicher Geschmack. Schönes Aussehen und gutes Aroma prädestinieren diese Apfelsorte zum frischen Verzehr. Die Frucht lässt sich auch gut kochen und backen. Jonagold ist wegen seiner Süße bei Kindern sehr beliebt.

Der Cox-Orange ist sehr aromatisch, süßfruchtig und würzig mit einer feinen Säurenote. Apfelliebhaber schätzen den Cox-Orange als delikaten Tafelapfel. Sein besonderes Aroma macht ihn auch zu einem begehrten Rohstoff für die Herstellung von Saft und Obstschnäpsen.

Saison

Die Erntezeit der Bodensee-Äpfel beginnt Anfang August mit den Frühäpfeln, wie beispielsweise der Sorte “Discovery” und endet Ende Oktober mit den Lageräpfeln wie Braeburn. Durch die Sortenvielfalt und die meist gute Haltbarkeit der Lagersorten kann man das ganze Jahr über Äpfel vom Bodensee genießen. Sie sind in jedem guten Lebensmittel-Markt erhältlich.


Region

Bodensee-Oberschwaben, Hochrhein-Bodensee


Verzehr

Aufgrund der Beliebtheit und Vielseitigkeit wird der Apfel heute auf verschiedenste Arten verzehrt. Pur genossen, geschält, als Mus, Essig, Schnaps, Salat oder in süß-sauren Gerichten, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Die häufigste Art Äpfel zu verarbeiten ist aber seit jeher, neben der Herstellung von Most, Apfelkuchen oder Apfeltorte zu backen.

Apfelpfannkuchen mit Karamelläpfeln und Walnusseis

Karamelläpfel:

  • 150 g Puderzucker
  • 100 ml Apfelsaft oder Most
  • 3 El Schlagsahne
  • 2 säuerliche Äpfel,
  • z.B. Cox Orange oder Jonagold
  • 4-8 Kugeln Walnuss-Eis

Apfelpfannkuchen:

  • 170 g Mehl
  • 1/4 l Milch
  • 3 Eier
  • 1 El Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 säuerliche Äpfel,
  • z.B. Cox Orange oder Jonagold
  • 60 g Butterschmalz
  • Zimtzucker zum Bestreuen

Für die Karamelläpfel Puderzucker in einem breiten Topf schmelzen. Wenn der Zucker am Rand flüssig wird, umrühren und goldbraun karamellisieren lassen: der Karamell soll leicht schäumen. Den Apfelsaft und die Sahne zugießen, den Karamell unter Rühren darin auflösen. Den Karamell bei milder Hitze cremig einkochen lassen.

Die Äpfel schälen, vierteln, vom Kerngehäuse befreien und in Spalten schneiden. Die Äpfel in den Karamell geben, 5-8 Minuten darin garen, dabei vorsichtig wenden, sie dürfen nicht zerfallen. Apfelspalten herausnehmen, den Karamell sirupartig einkochen lassen. Die Apfelspalten mit dem Karamell begießen, bis zum Servieren kalt stellen.

Für die Apfelpfannkuchen Mehl mit Milch verrühren. Eier, Zucker und Salz unterrühren. Die Äpfel waschen, vierteln, auf der groben Seite der Haushaltsreibe raspeln, unter den Teig heben. Jeweils 1/4 der Teigmasse in heißem Butterschmalz etwa 3 Minuten von jeder Seite bei mittlerer Hitze backen. Die Pfannkuchen warmhalten.

Zum Anrichten jeweils einen Pfannkuchen auf einen Teller geben und einige Apfelspalten dazulegen. Die Eiskugeln auf den Pfannkuchen verteilen, etwas Karamell darüber geben und mit Zimtzucker bestreut servieren.

(Quelle:www.bad-bad.de/restaur/rezepte/apfannk.htm)

Saison

Die Erntezeit der Bodensee-Äpfel beginnt Anfang August mit den Frühäpfeln, wie beispielsweise der Sorte “Discovery” und endet Ende Oktober mit den Lageräpfeln wie Braeburn. Durch die Sortenvielfalt und die meist gute Haltbarkeit der Lagersorten kann man das ganze Jahr über Äpfel vom Bodensee genießen. Sie sind in jedem guten Lebensmittel-Markt erhältlich.


Region

Bodensee-Oberschwaben, Hochrhein-Bodensee




Verbreitung

Anbaugebiet: Bodensee
Verzehr: Ganz Deutschland

Kontakt

Obst vom Bodensee Vertriebsgesellschaft mbH
Eugen-Bolz-Str. 16
88094 Oberteuringen
Tel.: 07546 / 92 49 – 0
Telefax: 07546 / 92 49 – 51
E-Mail: info@obst-vom-bodensee.de
www.obst-vom-bodensee.de/index.php?Startseite-OvB-Vertrieb4d36ea55baf7c4d382ccb111af

Obst vom Bodensee Marketing GbR
Hopfengut 26
88069 Tettnang
Tel.: 07542 / 93540
Telefax: 07542 / 935443
E-Mail: marketing@obstvombodensee.de
www.obst-vom-bodensee.de/index.php?Startseite-OvB-Marketinggesellschaft

Literatur

Quelle: www.obst-vom-bodensee.de

Saison

Die Erntezeit der Bodensee-Äpfel beginnt Anfang August mit den Frühäpfeln, wie beispielsweise der Sorte “Discovery” und endet Ende Oktober mit den Lageräpfeln wie Braeburn. Durch die Sortenvielfalt und die meist gute Haltbarkeit der Lagersorten kann man das ganze Jahr über Äpfel vom Bodensee genießen. Sie sind in jedem guten Lebensmittel-Markt erhältlich.


Region

Bodensee-Oberschwaben, Hochrhein-Bodensee