Herzogin Elsa: Streuobstsorte des Jahres 2011 in Baden-Württemberg
Als Streuobstsorte des Jahres 2011 wählte der Landesverband Obst, Garten und Landschaft (LOGL) für Baden-Württemberg die Birne Herzogin Elsa aus.
Herkunft und Charakteristik
Die aromatische Tafelbirne Herzogin Elsa ist eine echte Stuttgarterin. 1879 wurde sie vom Hofgärtner Müller auf Schloss Wilhelma bei Stuttgart gefunden und 1885 dann durch das Pomologische Institut in Reutlingen in den Handel eingeführt. Die früher weit verbreitete und weitestgehend anspruchslose Sorte gedeiht selbst in Höhenlagen. Sie zeigt kaum Anfällikeiten gegenüber Krankheiten und Schädlingen und kann durchaus als ideale Birne für den Hausgarten bezeichnet werden.
Baumbeschreibung
Der eher schwachwachsende Baum dieser Sorte wird meist nicht sehr groß und bildet eine gut verzweigte, eher breite Krone aus. An dem vorwiegend mit quirligen Kurztrieben bestückten Fruchtholz zeigen sich im Frühjahr dann ihre mittelspäten Blüten, die wenig empfindlich gegenüber Nässe und Frost sind. So bringt diese Birne bei guter, alljährlicher Pflege stattliche Erträge hervor.
Fruchtbeschreibung und Verwendung
Mitte September bis Anfang Oktober sind die mittelgroßen Früchte pflückreif. Ihre grünlich-gelbe Schale ist charakteristsich mit einem feinen, zimtfarbigen Rost bedeckt und bildet sonnenseits meiste eine feine Röte aus. Das leicht schmelzende Fruchtfleisch ist saftig, süß und angenehm gewürzt. Die Herzogin Elsa eignet sich bestens als Tafelbirne für den Frischverzehr. Da ihre Früchte aber nur wenige Wochen haltbar sind, sollten sie rasch verzehrt, zu Kompott verarbeitet oder eingekocht werden. Gerade für letzteres eignen sich ihre schmackhaften Früchte besonders, da ihr Fleisch auch noch nach dem Einkochen wunderbar hell bleibt.



