Lwe

12 Monate, 12 Produkte

Jeden Monat küren wir ein Produkt aus Baden-Württemberg.

Lassen Sie sich überraschen!


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Fruchtige Birnendestillate


Fruchtige Destillate aus alten Birnensorten

Fruchtige Destillate spielen in Baden-Württemberg schon immer eine große Rolle. Den größten Anteil von dem Obst das über den Brennkessel verarbeitet wird, nimmt Kernobst ein. Grundvoraussetzung für ein gutes Destillat ist das mit Sorgfalt ausgesuchte Kernobst. Hergestellt aus reifen, heimischen Birnen enstehen durch das Destillieren, also Brennen, feinste Aromen zum Genießen. Bei diesem Vorgang kommt das Wissen und Können des Brenners besonders zum Tragen.

Herausgegriffen aus einer Vielzahl an Sorten, möchten wir Ihnen im Folgenden drei besondere Birnen vorstellen.

Nägelesbirne

Die Nägelesbirne – eine sehr aromaintensive Birne – besonders zur Destillatherstellung und früher zum Dörren für „Hutzelbirnen“. Der Baum ist äußerst gesund und vital und gibt prägende stattliche Birnenbäume in freier Landschaft. Die Ernte ist Mitte bis Ende August und muss zügig erfolgen. Das Nägeles-Birnendestillat ist eines der Besten unserer Streuobstbirnen. Dieser Birnbaum verdient eine besondere Beachtung und sollte wieder zur Anpflanzung empfohlen werden.

Nägelesbirne; Bildrechte: Familie Kottmann

Remelebirne

Das Remele, eine kleine bis mittelgroße Sommerbirne, besonders für Hochlagen auf der Schwäbischen Alb. Diese Birne wurde früher sehr geschätzt für den Frischgenuss und zum Dörren. Heute ist diese Birne mit ihrem besonderen Sommeraroma etwas ganz Besonderes unter den Birnendestillaten.

Remele Birne; Bildrechte: Familie Kottmann

Gelbmöstlerbirne

Die Gelbmöstlerbirne ist, wie ihr Name sagt, eine Birne zur Mostwein-Herstellung. Der gesunde Baumwuchs und ihr gutes Trageverhalten ist ein sicherer Garant auch für die Destillatherstellung. Erntezeit ist optimal Mitte bis Ende September, und die Birnen müssen am Baum ausreifen, bis sie golden-gelb sind. Das Gelbmöstler-Destillat spiegelt den Genuss der Albtäler und des Albvorlandes wider.

 

Stellvertretend für viele Zeichennutzer des Qualitätszeichens Baden-Württemberg, möchten wir Ihnen die Ededestillat Brennerei vom Gasthof Restaurant Hirsch GmbH  und die Destillerie Kerner vorstellen.

Gasthof Restaurant Hirsch GmbH Edeldestillat Brennerei

August Kottmann destilliert mit Leidenschaft edle Brände – eine Tradition über 200 Jahre im Gasthof Hirsch. Die Früchte und Beeren ernten und beziehen wir aus dem traditionellen Streuobstbau der Schwäbischen Alb. Der überwiegende Teil stammt aus der eigenen Gemarkung Gosbach. Wir produzieren eine Vielzahl von Wildbeerenbrände, sortenreine Apfeldestillate, sortenreine Birnenbrände, verschiedene Kirschdestillate, schwäbischer Whisky vom Alb-Dinkel oder duftige, aromatische Liköre – ein Aromagenuss, mehr zum Riechen als zum Trinken. Die Qualität des Destillates benötigt aber mehr als gutes, sonnengereiftes Obst. Erst mit dem Herzen und der Liebe des Brennmeisters August Kottmann entstehen und ent wickeln sich edle Wässer, Geiste und Spirituosen – ohne jeden Zusatz von Aromen.

Gasthof; Bildrechte: Familie Kottmann

Auf Ihren Wiesen finden sich viele verschiedene alte Birnensorten wie beispielsweise Nägelesbirne, Stuttgarter Gaishirtle, Palmischbirne, Metzer Bratbirne, Bürgermeisterbirne, Karcherbirne, Oberösterreichische Weinbirne, Gelbmöstlerbirne, Remele-Birne, Wilde Eierbirne und Ulmer Butterbirne. All diese Sorten stehen auch im Obstsorten-Lehrpfad Bad Ditzenbach.

Streuobstwiese; Bildrechte: Familie Kottmann

Destillerie Kerner

Wir sind ein familiengeführter Obstbaubetrieb mit dazugehörender Brennerei. Wir haben außer unserer 2 ha großen Obstanlage, die im Integrierten, kontrollierten Anbau, nützlingsschonend, geführt wird, noch ca. 5 ha Streuobstwiesen. Auf diesen Streuobstwiesen werden ca. 50 alte Apfelsorten und 10 alte Birnensorten gehegt, gepflegt und geerntet. Ganz besonders liegt uns die Wahlsche Schnapsbirne am Herzen, die seit 1993 wieder in unserem Betrieb aufgepflanzt wurde.

Aus diesen Birnen entsteht, nach sorgfältiger Ernte und Vergärung der Maische ein wunderbares Destillat, das in unserem Hofladen verkauft wird.

Diese Betriebe stehen repräsentativ für die vielen Teilnehmern im Qualitätsprogramm des Landes „Qualitätszeichen Baden-Württemberg“ im Produktbereich Spirituosen:

Mehr Zeichennutzer finden Sie hier.

Bild

Rezept
Birnenwähe mit Gaishirtle & Lavendel


Für den Kuchenboden:

  • 150 g Dinkelmehl
  • 100 g Roggenmehl
  • 120 g Butter, gewürfelt
  • 1 EL  Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 5 EL Eiswasser
  • ½ Zitrone, nur die abgeriebene Schale

Für die Füllung:

  • Ca. 1 kg kleine Birnen (Gaishirtle)
  • 50 g Haselnüsse, gemahlen
  • 250 g Schmand oder Sauerrahm
  • 100 ml Sahne
  • 1 Ei
  • 1 EL Zucker
  • 1 EL Vanillepuddingpulver oder Stärke
  • 2 cl Gaishirtlesbrand (Birnenbrand)
  • 1 EL Lavendelblüten
  • 100 ml Birnengelee oder Quittengelee

Beide Mehle in eine Schüssel sieben. Salz, Zucker, Zitronenabrieb und Butter zugeben. Alles mit den Händen verkneten. Anschließend 5 EL Eiswasser und 1 EL Zitronensaft dazugeben und verkneten.

Den Teig mit einem Nudelholz dünn auswalgen und in eine mit Backpapier ausgelegte Kuchenform legen. Mit einer Gabel mehrmals einstechen und mit geriebenen Haselnüssen bestreuen. Im Kühlschrank 30 Minuten kühlen.

Die Birnen (Gaishirtle) schälen, halbieren und entkernen. Die halben Birnen in kochendem Wasser 3 Minuten kochen, dann kalt abschrecken und abtropfen lassen.

Die Birnenhälften dicht auf den Teigboden legen. Die Form für 10 Minuten in der Mitte des vorgeheizten Backofens bei 200°C backen (Ober- und Unterhitze). In der Zwischenzeit Birnenbrand (oder Wasser) mit Vanillepuddingpulver vermischen. Diese Mischung mit Schmand, Sahne, Ei und Zucker verrühren.

Nach 10 Minuten Backzeit, den Guss über die Wähe gießen. Ofen auf 180°C runterdrehen und  weitere 15 Minuten backen. Den Ofen ausschalten. Die Ofentür öffnen und den Kuchen 10 Minuten nachziehen lassen.

Das Birnengelee in einem Topf erhitzen bis es flüssig ist. Anschließend die Oberfläche der Wähe mit dem Gelee bestreichen. Mit Lavendelblüten bestreuen.

Tipp: Dazu schmeckt Sahne oder Vanilleeis.


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