Gurken



Wissenswertes

Die Gurke ist ein einjähriges Gewächs aus der Familie der Kürbisgewächse und damit eng mit dem Kürbis und der Zucchini verwandt.

Ursprünglich ist die Gurke in Nordindien beheimatet. Vor etwa 3.000 Jahren wurden dort und in Ägypten die ersten Gurken kultiviert. Nach Europa gelangten sie erst im 16. Jahrhundert.

In Baden-Württemberg werden hauptsächlich Einlege- und Schälgurken angebaut. Diese werden zu Sauerkonserven weiter verarbeitet. Aber auch Salatgurken werden kultiviert. Dies erfolgt im Gegensatz zu den Einlege- und Schälgurken überwiegend im Gewächshaus. Neben Tomaten und Feldsalat sind sie die wichtigste Unterglaskultur.

Gurken werden entsprechend ihrer Verwendung eingeteilt:

  • Salat- oder Schlangengurken
    Mit ihrem erfrischenden Geschmack sind Salatgurken vielseitig verwendbar. Meist werden sie roh als Salat oder Rohkost verzehrt. Sie können aber auch gekocht, geschmort oder gedämpft werden. Früher war es üblich, Salatgurken mit Salz zu wässern, um die Bitterstoffe auszuschwemmen. Bei den heute gängigen bitterstofffreien Sorten ist dies nicht mehr nötig. Auch sollte Gurkensalat immer erst unmittelbar vor dem Verzehr gesalzen werden, um ein Abwandern der Mineralstoffe in die Marinade zu verhindern. Magenempfindlichen Personen wird zusätzlich empfohlen, für die Salatmarinade statt Öl, Sahne oder Joghurt und etwas Senf zu verwenden.
  • Schmor- oder Gemüsegurken
    Die mittelgroßen Früchte haben eine helle gerippte oder körnige Schale. Sie werden vor dem Kochen oder Schmoren geschält und entkernt. Sie eignen sich auch sehr gut zum Füllen oder Einlegen.
  • Schälgurken
    Schälgurken sind schwere, dicke Früchte mit fester, heller Schale, die vor der weiteren Verwendung entfernt wird. Sie werden vor allem als Senfgurken verarbeitet.
  • Einlegegurken
    Die kleinen Einlegegurken werden von Hand geerntet und anschließend schonend „dosenfertig“ gemacht, so dass wertvolle Vitamine und Mineralstoffe erhalten bleiben. Zwischen Ernte und Verarbeitung vergehen dabei weniger als 24 Stunden. Der Verbraucher erhält so erntefrische Gurken verschiedenster Varianten, die für lange Zeit haltbar sind. Dabei ist Gurke jedoch nicht gleich Gurke. So gibt es in Deutschland die Auswahl zwischen 120 Varianten, die sich in ihrer Geschmacksrichtung oder Form unterscheiden. Ob Gewürzgurken, Cornichons, Salz- oder Zuckergurken, Senfgurken oder Varianten wie Gurkenscheiben, -viertel oder Pfeffergürkchen: für jeden Geschmack findet sich die richtige Gurke!

Gurken aus Baden-Württemberg, die nach strengen Richtlinien des integrierten und kontrollierten Anbaus erzeugt wurden und bestimmte Herkunfts-, Erzeugungs- und Qualitätsbestimmungen erfüllen, können übrigens mit dem Qualitätszeichen Baden-Württemberg gekennzeichnet werden.

Saison

Juli, August, September, Oktober


Wichtige Anbaugebiete

Gurken werden weltweit angebaut. Vor allem in China und Iran, aber auch in Spanien und Polen ist der Anbau weit verbreitet.
Wichtige baden-württembergische Anbaugebiete befinden sich in der Hochrhein- und der Bodensee-Region.



Lagerung

Bei einer Temperatur von bis zu 12°C lassen sich frische Gurken etwa eine Woche lagern. Bei zu niedrigen Temperaturen bekommen sie jedoch schnell Kälteschäden, die zu wässrigen Faulstellen führen. Bei zu hohen Temperaturen neigen Gurken dagegen zum Vergilben.

Übrigens: Ebenso wie viele andere Gemüsearten sollten auch Gurken nicht in der Nähe von Obst und Tomaten gelagert werden. Diese sondern das Gas Ethylen ab, welches den Reifeprozess beschleunigt und Gurken schnell welken oder gar faulen lässt.



Warenkunde


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