Honig



Wissenswertes

Honig gehört zu den ältesten Lebensmitteln der Menschheit. Schon die Alemannen beschäftigten sich mit der Imkerei. Sie setzten damals bereits Bienenkörbe ein, mit denen sie Honig gewinnen konnten – so wie es der Imker im Prinzip noch heute tut. In einigen Kulturen spielte der Honig sogar eine magische Rolle und wurde für Kulthandlungen und Zeremonien eingesetzt. Die Germanen glaubten beispielsweise, dass die „Götterspeise“ Ihrem Gottvater Odin Unsterblichkeit, Kraft und Weisheit verlieh – sie selbst bevorzugten jedoch den Met, eine Art Honigwein.

Dass der Genuss von Honig eine so lange Tradition hat, liegt nicht nur an seinem guten Geschmack, sondern auch an den vielen Inhaltsstoffen, die in ihm stecken. So gilt er als das gesündeste Süßungsmittel, das die Natur uns schon in fertiger Form anbietet. Und noch etwas spricht für den Honig: Bei richtiger Lagerung – kühl und trocken – ist er das einzige Lebensmittel, das auf Grund der von den Bienen erzeugten Konservierungsstoffe praktisch nicht verdirbt.

Honig ist jedoch nicht gleich Honig. So wird er in der Honigverordnung in verschiedene Honigarten eingeteilt. Auch das Klima, die Bodenbeschaffenheit und die Pflanzenvielfalt ändern die Zusammensetzung und damit auch den Geschmack. Neben den meist hellen Blütenhonigen gibt es auch dunklere Waldhonige, die aus dem Honigtau der Tannen und Fichten stammen und für ihr malzig-würziges Aroma bekannt sind.

Trotz aller Unterschiede gibt es auch eine Gemeinsamkeit: Jeder Honig ist bei der Ernte klar und dickflüssig, wird aber mit der Zeit fester. Das liegt daran, dass der in ihm enthaltene Zucker auskristallisiert – ein natürlicher Vorgang, der die Güte des Honigs nicht beeinträchtigt. Im Gegenteil: Durch seinen hohen Fruchtzuckergehalt ist Honig ein schneller und nachhaltiger Energiespender.

Honig aus Baden-Württemberg, der nach strengen Richtlinien des integrierten und kontrollierten Anbaus erzeugt wurde und bestimmte Herkunfts-, Erzeugungs- und Qualitätsbestimmungen erfüllt, kann übrigens mit dem Qualitätszeichen Baden-Württemberg gekennzeichnet werden.

Saison

Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November, Dezember


Honiggewinnung

Honiggewinnung – Von der Blüte bis zur Wabe

Die Bienen selbst benötigen nur einen winzigen Teil des Nektars, den sie auf den Blüten sammeln. Den Rest bringen sie in ihrem Honigmagen in den Bienenstock.
Schon während des Flugs wird dem Nektar Wasser entzogen. Im Stock belüften ihn die Bienen durch heftiges Flügelvibrieren, wodurch er weiter Wasser verliert. Dann wird der Nektar mehrfach umgelagert und mit körpereigenen Stoffen angereichert und zu Honig eingedickt.
Erst ganz am Ende versiegeln die Bienen ihre Waben mit Wachsdeckeln. Daran erkennt der Imker, dass die Honigernte beginnen kann.

Übrigens: Für 1 kg Honig fliegen Bienen etwa 5 Mio. Blüten an und legen dabei rund 10.000 Flugkilometer zurück!

Einkaufstipps

Achten Sie beim Einkauf darauf, dass Honig nicht ungleichmäßig oder grob kristallisiert ist und keine dunklen Punkte oder Verunreinigungen aufweist, da dies Hinweise auf mindere Qualität sind.

Während die Begriffe „Auslese“, „Auswahl“, „kaltgeschleudert“ oder „wabenecht“ kaum etwas aussagen, ist die Kennzeichnung „fermentreich“ noch der beste Hinweis auf gute Qualität. Diese Bedingung müssen alle Honige des Deutschen Imkerbunds erfüllen.

Da Honig mit der Zeit kristallisiert, werden Importhonige nach dem Transport in großen Fässern oft kurz erhitzt, um sie besser in Gläser abfüllen zu können. Manchmal wird der Honig dabei zu stark erhitzt, so dass wertvolle Enzyme und Aromastoffe verloren gehen. Am besten kauft man daher regionalen Honig, was auch zum Erhalt ansässiger Bienenvölker und damit der Bestäubung wichtiger Nutzpflanzen beiträgt.



Nährstoffe

In jedem Glas Honig stecken mehr als 180 natürliche Substanzen. Neben verschiedenen Enzymen, Vitaminen und Mineralien sind auch etliche Säuren, Kohlenhydrate und Aminosäuren, sowie gesundheitsfördernde Hormone und natürliche Antibiotika enthalten.

Da er Wundheilungsprozesse beschleunigt und Husten lindert, wird Honig auch gerne als Heilmittel eingesetzt – zum Beispiel in Form von warmer Milch mit Honig, die sich besonders bei Kindern großer Beliebtheit erfreut.



Warenkunde


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