Zwiebel



Wissenswertes

Die Speisezwiebel gehört zur Familie der Liliengewächse, und ist eine der ältesten Gemüsepflanzen. Ursprünglich stammt sie aus Mittelasien und wurde von den Römern über die Alpen gebracht.

Zwiebeln sind nach Tomaten und Gurken das in Deutschland meistverzehrte Gemüse. Als wichtigstes Würzgemüse sind sie in der Küche unentbehrlich: Zwiebeln lassen sich roh und gekocht als Gemüse oder Gewürz verwenden. Diese Vielseitigkeit spiegelt sich auch im Handel wider, wo eine Fülle unterschiedlichster Zwiebelarten angeboten wird. Die bekanntesten Vertreter sind die Speisezwiebeln, Gemüsezwiebeln, Schalotten, Frühlings- bzw. Lauchzwiebeln, Winterzwiebeln oder auch die verwandten Knoblauch, Porree und Schnittlauch.

  • Speisezwiebeln haben einen süßlich scharfen und aromatischen Geschmack. Sie werden oft auch als Küchen- oder Sommerzwiebeln bezeichnet. Es gibt Sorten mit weißen, gelben, braunen und roten Schalen, die sich vor allem in ihrer Schärfe unterscheiden. Die Roten Zwiebeln zeigen im Anschnitt rote Ringe und besitzen eine dunkelrote Schale. Geschmacklich sind sie etwas würziger als die etwas schärferen Zwiebelsorten mit gelben oder braunen Schalen.
  • Gemüsezwiebeln sind besonders große und schwere Sorten. Sie sind saftiger und milder als die kleineren Speisezwiebeln und eignen sich daher besonders gut für deftige Suppen, frische Salate oder den im Herbst besonders beliebten Zwiebelkuchen.
  • Frühlingszwiebeln bilden kleine silberweiße Zwiebeln, die mit langen Lauchstängeln angeboten. Lauchzwiebeln bilden im Gegensatz zu Frühlingszwiebeln keine ausgeprägte Zwiebelform aus. Die Lauchstängel verdicken sich am unteren Ende lediglich. Frühlings- und Lauchzwiebeln eignen sich mit Ihrem feinen, mild würzigen Geschmack besonders gut als Zutat für frische Salate und Quarkspeisen.
  • Schalotten bilden mehrere Teilzwiebeln die gemeinsam von einer rotbraunen Schale umgeben werden und etwas kleiner als die gewöhnlichen Küchenzwiebeln sind. Schalotten sind zwar würziger und pikanter, aber insgesamt milder als Speisezwiebeln. Auch sie eignen sich roh und gegart zum Würzen von Saucen, Fleisch- und Fischgerichten.

Heimische Sorten

Neben den üblichen Zwiebelsorten werden in Baden-Württemberg auch außergewöhnliche regionale Spezialitäten angebaut:

Eschlauch

Der Eschlauch sieht ein wenig aus wie übergroßer Schnittlauch und nur die grünen Blätter werden zum Verzehr verwendet. Sie werden z.B. in Maultaschen und auf „Röhrlekuchen“ verarbeitet. Geschmacklich ähnelt Eschlauch der Küchenzwiebel, ist aber eher verwandt mit Frühlingszwiebeln und Schalotten!
Weitere Informationen zum Eschlauch

Höri-Bülle

Die Höri Bülle wird traditionell auf der Bodensee-Halbinsel Höri angebaut und ist eine rote Speisezwiebel mit charakteristischer Form und Farbe. Sie ist mild im Geschmack und hat ein zartes Aroma. Da sie nur eine geringe Schärfe besitzt, eignet sich die Höri-Bülle hervorragend zum rohen Verzehr in Salaten. Von Slow Food Deutschland e.V. wurde die Höri-Bülle als „Passagier in die Arche des Geschmacks“ aufgenommen.
Weitere Informationen zur Höri-Bülle bei Slow Food Deutschland e.V

Zwiebeln aus Baden-Württemberg, die nach strengen Richtlinien des integrierten und kontrollierten Anbaus erzeugt wurden und bestimmte Herkunfts-, Erzeugungs- und Qualitätsbestimmungen erfüllen, können übrigens mit dem Qualitätszeichen Baden-Württemberg gekennzeichnet werden.

Saison

Juni, Juli, August, September


Lagerung

Wenn ihre Schalen gut abgetrocknet sind und rascheln, sind Speisezwiebeln luftig und kühl gelagert mehrere Monate haltbar. Weniger trockene Zwiebeln sollten schnell verbraucht werden.
Auch die großen Gemüsezwiebeln lassen sich im Vergleich zu gewöhnlichen Küchenzwiebeln nicht so lange lagern.
Zwiebeln mit austreibenden Keimen sollten nicht gekauft werden. Sie können zwar noch verzehrt werden, sind jedoch nicht mehr so fest, schmackhaft und nährstoffreich.

Lauchzwiebeln sollte sehr rasch verzehrt werden, da sie im Kühlschrank nur wenige Tage haltbar sind.



Nährstoffe

Speisezwiebeln bestehen hauptsächlich aus Wasser und haben einen recht hohen Zuckergehalt. Außerdem enthalten sie unter anderem Kalzium, Fluor, verschiedene Vitamine und ätherische Öle, die für den intensiven Geruch und Geschmack verantwortlich sind.

Zwiebeln regen Appetit und Verdauung an, sind harntreibend und senken den Blutzuckerspiegel. Sie werden oft auch als pflanzliche Antibiotika bezeichnet, da sie eine keimhemmende Wirkung auf den Verdauungstrakt haben. Bei empfindlichen Personen kann der Verzehr von rohen Zwiebeln jedoch auch zu Blähungen oder Sodbrennen führen.

Übrigens: Das „Weinen“ beim Zwiebelschneiden wird durch ein in der Zwiebel enthaltenes Enzym ausgelöst, das die menschlichen Schleimhäute reizt.
Tipp: Das Anfeuchten von Schneidbrett und Messer sowie das Schälen der Zwiebel unter laufendem Wasser schwächen das Brennen der Augen stark ab!



Warenkunde


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