Himbeerkonfitüre




Einweckzeit: Himbeerkonfitüre „spezial“




Fruchtig süße Aufstriche mit allerlei Namen

Marmeladen und Konfitüren haben in Baden-Württemberg regional unterschiedliche Namen. In den schwäbischen Gegenden und kleinen Teilen Badens heißt es schlicht Gsälz. Vom Breisgau bis nach Lörrach hört man gerne auch Guts, mit den Nebenformen Gutsi, Gu(e)tsili, Güds, Güdsi und Güdseli

In der Ortenau zeigen die Bezeichnungen Schleck oder Schlecks, mit seinen Verkleinerungen Schlecksl, Schlecksli, Schleckl oder Schleckli, dass es beim süß-fruchtigen Aufstrich um etwas ganz besonders Leckeres handelt. In anderen Gegenden des Landes redet man von StrichiIigmachts, Eigmacht, Mues , Miäsli oder Beermues.

Die Quelle dazu habe ich aus dem Internet entnommen. Die Homesite der „Muettersproch-Gsellschaft – Verein für allemannische Sprache“ bietet unterhaltsame und informative Erkenntnisse zu diesem und anderen Themen. Weitere Infos unter https://www.alemannisch.de/de/alemannische-woerter/show.php?id=6

Und hier unsere Rezeptur für Himbeerkonfitüre „Spezial“:

Fundstück der Woche: Tannenzäpfle Biergelee-Brotaufstrich




Bier mal anders…

Unser Fundstück der Woche passt in die närrische Jahreszeit. Zum einen locken süße Verführungen wie Krapfen (Berliner) & Fasnetküchle in kunterbunten und verrückten Ausführungen. Zum anderen fließen Bier & Wein in rauschenden Strömen. Warum nicht beides verbinden? Klar, die Kombination Wein und süß ist bekannt. Oder wer hat noch nie von den „B`soffenen Jungfern“ gehört oder genascht? Ein Gebäck, das in reichlich Wein getränkt wird? Oder Weingelee? Wer aber kennt die Verwandlung von Bier zu süßem Gelee?

Eine gelungene Innovation von edlem Bier, haben die Rothaus Brauerei und die Konfitürenmanufaktur Faller erstellt. Ich habe Tannenzäpfle Biergelee und Hefe-Weizen Biergelee auf selbst gemachte Fasnetsküchle gestrichen. Harmoniert und passt ausgezeichnet zusammen.
Zu kaufen gibt es die beiden Bierspezialitäten in einigen bekannten Supermärkten oder direkt nach Hause geliefert über das Internet. Das Rezept zu meinen Fasnetsküchle folgt noch diese Woche. Und wer bis dahin schon mal Biergelee besorgen möchte findet hier zwei Bezugsquellen:

Hier der Link zum Internetshop der Rothaus Brauerei

oder zum Geleehersteller Faller Konfitüren

Wer sie kennt, der liebt sie: die schöne Höri Bülle




Höri Bülle trifft Schäufele. Eine kulinarische Traumhochzeit. Die Rezeptanleitung gibt`s in diesem Blog.

Was ist die Höri Bülle?
Die Höri Bülle ist eine intensiv rot-rotbraunschalige Speisezwiebel, die im Gegensatz zu anderen roten Sorten beim Aufschneiden nicht abfärbt. „Die typische flache, bauchige Form, oft verglichen mit einer fliegenden Untertasse, eignet sich besonders gut zum Flechten der traditionellen Zwiebelzöpfe“. *

Die Höri Bülle wird traditionell auf der Bodensee-Halbinsel Höri angebaut. Die Zwiebel, die vom Volksmund auch Bülle genannt wird, hat ein lieblich, leicht süßliches Aroma und eine milde Schärfe. Es wird sogar behauptet, die Höri Bülle sei eine Zwiebel, die man „Biss für Biss wie einen Apfel verzehren könne“.*

Sie eignet sich perfekt für Salate (z.B. Wurstsalat, Essigknödel, in Dressings). Aber auch gebraten oder geschmort „entwickelt die Bülle ihre Schärfe, ohne dass dabei die charakteristische rote Färbung verloren geht“.*

(*Quelle: http://www.moos.de/2319_DEU_WWW.php)

 

Büllefest in Moos
Am kommenden Sonntag, den 06. Oktober 2013 findet in Moos am Untersee das alljährliche Büllefest statt. Das Fest wird seit 1976 abwechselnd von den Ortsteilen ausgerichtet. Hier werden heimische Erzeugnisse rund um die „Bülle“ angeboten. Es warten Spezialitäten, wie Bülledünne, Büllesuppe und Büllebrot, aber auch Schlachtplatten und Kesselfleisch.

Nähere Informationen finden Sie unter: www.moos.de

 

Höri Bülle trifft badisches Schäufele
Zu Ehren der Höri Bülle habe ich mir als „Schmeck den Süden“ Blogger zwei Ideen einfallen lassen. Dabei kombiniere ich die aromatische Zwiebel mit dem rauchig, würzigen Aroma des badischen Schäufeles.

Rezeptidee 1
Als Vesper gibt`s hausgemachte Zwiebelmettwurst. Dazu das gepökelte und geräucherte Schäufele (ungekocht) in grobe Stücke schneiden und durch den Fleischwolf drehen (Tipp: wer keinen Fleischwolf hat, schneidet/hackt das Fleisch sehr, sehr fein).

Dann fein geschnittene (Höri Bülle) Zwiebeln und fein gewürfelte Essiggurken untermischen. Mit Pfeffer, Paprika, wenig Salz und Pfeffer abschmecken. (Tipp: etwas Schwarzwald Gin gibt dem Aufstrich eine angenehme Wachholdernote).

Die Zwiebelmettwurst schmeckt sehr gut auf Brot mit reichlich fein geschnittenen Höri Bülle Zwiebeln (Foto siehe oben!).

 

Rezeptidee 2
Unser Vorschlag: ins Hackfleisch für Fleischküchle mal 1/3 grob gewolftes, rohes Schäufele mischen. Das gibt ein wunderbar rustkal, rauchiges Aroma. Dann die Fleischküchle wie gewohnt langsam in der Pfanne braten. Die Küchle auf gebratenen Höri Bülle Zwiebeln anrichten, die mit etwas Essig, Salz und Pfeffer abgeschmeckt sind. Dazu schmeckt mir ein deftiger Kartoffel-Gurkensalat und eine kräftige Dunkelbiersoße.
Hier das Foto:

 

 

 

 


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