Fränkischer Grünkern g.U.




Fränkischer Grünkern ist das unreif geerntete und gedarrte Korn des Dinkels (Triticum spelta) . Das den Kern des geografischen Gebiets bildende badische „Bauland“ ist das weltweit bedeutendste traditionelle Anbaugebiet von Grünkern – Früheste historische Erwähnungen des Fränkischen Grünkerns datieren bis ins 17. Jahrhundert. Der Dinkel wird in der beginnenden Teigreife geerntet. Durch anschließendes Darren, traditionell über einem Buchenfeuer, wird er haltbar und erhält sein typisches Aroma. Für die Erzeugung wird ausschließlich Dinkel der Sorte „Bauländer Spelz“ verwendet. Fränkischer Grünkern zeichnet sich durch eine gleichmäßig glasige Struktur und Farbe sowie einen kräftigen, würzigen buchenholzigen Geschmack und ein nussiges Aroma aus.

Das geografische Gebiet umfasst in Baden-Württemberg die Landkreise Hohenlohekreis, Main-Tauber-Kreis und Neckar-Odenwald-Kreis sowie die Landkreise Miltenberg und den Landkreis Würzburg in Bayern.

Höri Bülle g.g.A.




Eintragung als geschützte geografische Angabe am 11.03.2014

Die Höri Bülle ist eine rote Speisezwiebel, welche seit Jahrhunderten auf der Halbinsel Höri am westlichen Ende des Bodensees angebaut wird. Sie zählt zu den alten Landsorten und wird ausschließlich durch eigene Nachzucht vermehrt. Die Höri Bülle unterscheidet sich von anderen roten Zwiebelarten vor allem durch ihre charakteristische helle rotbraune Farbe und die flache und bauchige Form. Der Geschmack der Höri Bülle ist durch das zarte Aroma und die milde, nicht aufdringliche Schärfe gekennzeichnet. Ihre  weichere Konsistenz macht sie sehr saftig, aber auch druckempfindlich und erfordert besondere Sorgfalt bei der traditionellen Handernte.

Das geografische Gebiet umfasst die Gemarkungen der Gemeinden Gaienhofen, Moos und Öhningen im baden-württembergischen Landkreis Konstanz, sowie den angrenzenden Ortsteil Bohlingen innerhalb der Stadt Singen (Hohentwiel).

Badischer Wein g.U.




Eintragung als geschützte Ursprungsbezeichnung am 1.1.2013

Aufgrund der geologischen und klimatischen Gegebenheiten lassen sich in Baden vom Terroir geprägte, fruchtige, mineralische Weißweine und stoffige, körperreiche Rotweine mit sortenspezifischer Aromaausprägung produzieren. In Baden stehen die Reben überwiegend auf Vulkanverwitterungsböden und Löß. Hieraus resultiert die besonders intensive Nutzung der Rebsorten der Burgunderfamilie. Über 50 % der Rebfläche in Baden ist mit roten und weißen Rebsorten der Burgundergruppe bestockt. In erster Linie der Blaue Spätburgunder, aber auch der Grauburgunder, Weißburgunder und der Chardonnay. Die Burgundergruppe wird abgerundet durch Auxerrois, St. Laurent und Schwarzriesling. Dazu kommen die Sorten Müller-Thurgau, Riesling, Silvaner und Gutedel.

Das geografische Gebiet Baden erstreckt sich über das Gebiet zwischen Bodensee, Oberrheingraben, Bergstraße und Tauberfranken.

Württemberger Wein g.U.




Eintragung als geschützte Ursprungsbezeichnung am 1.1.2013

Die vielen Steillagen mit ihrem extremen trocken-warmen Klima prägen Württemberg auf besondere Weise, so dass hier selbst späte Rebsorten zur Vollreife gelangen. Die Reben in Württemberg stehen vor allem auf Keuper- und Muschelkalkböden. Diese verleihen den Rotweinen Kraft und Körper und den Weißweinen Rasse. In Württemberg dominiert mit rund 70% der Rotweinanbau, außerdem die Rebsorte Riesling. Regionale Rotweinspezialitäten sind sowohl die leichten, herzhaften Trollinger als auch die markanten Lemberger und fruchtigen Weine der Rebsorte Schwarzriesling.

Das geografische Gebiet erstreckt sich von Weikersheim bis nach Metzingen, östlich von Tübingen, zwischen dem nördlichen Bereich Kocher-Jagst-Tauber entlang dem Neckartal über Heilbronn und Stuttgart bis Tübingen. Ein kleiner Bereich am Bodensee zwischen Friedrichshafen und Lindau ist ebenfalls Bestandteil des abgegrenzten Gebiets.


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