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Höri Bülle
Allgemeine Informationen

Höri Bülle, alte Landsorte mit zartem Aroma.

Die Höri Bülle ist eine rote Speisezwiebel, welche seit Jahrhunderten auf der Halbinsel Höri am westlichen Ende des Bodensees angebaut wird. Sie zählt zu den alten Landsorten und wird ausschließlich durch eigene Nachzucht vermehrt. Die Höri Bülle unterscheidet sich von anderen roten Zwiebelarten vor allem durch ihre charakteristische helle rotbraune Farbe und die flache und bauchige Form. Der Geschmack der Höri Bülle ist durch das zarte Aroma und die milde, nicht aufdringliche Schärfe gekennzeichnet. Ihre weichere Konsistenz macht sie sehr saftig, aber auch druckempfindlich und erfordert besondere Sorgfalt bei der traditionellen Handernte. Das geografische Gebiet umfasst die  Gemarkungen der Gemeinden Gaienhofen, Moos und Öhningen sowie den angrenzenden Ortsteil Bohlingen der Stadt Singen am Hohentwiel.
Anbaugebiet
Die Höri Bülle wird auf der 63 km2 großen Halbinsel Höri angebaut. Zwischen dem badischen Radolfzell und dem schweizerischen Stein am Rhein gelegen, weist die Halbinsel ein mildes Klima auf. Dies liegt am nahe gelegenen Bodensee, der als Wärmespeicher dient. Dadurch – und durch den dunklen Moorboden – wird der Gemüseanbau auf der Höri begünstigt.
Höri Bülle g.g.A Eintragung als geschützte geografische Angabe am 11. März 2014